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 Festsitzende Verschraubungen lösen

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Manni
Schraubergott
Schraubergott
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BeitragThema: Festsitzende Verschraubungen lösen   Di 13 Jul 2010, 14:49

Festsitzende Verschraubungen lösen

Obwohl Schrauben als lösbare Verbindungen bezeichnet werden, kommt es bei Reperatur- und Warungsarbeiten immer wieder vor, dass sie sich hartnäckig dem Schraubenschlüssel widersetzen.
Früher oder später verliert das Werkzeug den halt und rutscht ab.


1.Schritt: Geeignetes Werkzeug aussuchen

oft ist man jedoch selber schuld, wenn eine Schraube den Dienst verweigert: Schräg angesetzte Schlüssel können beim Abgleiten den Sechskant derart beschädigen, dass schon beim zweiten Versuch, die Schraube zu lösen, nichts mehr geht.
Schadhaftes Werkzeug wie Gabelschlüssel mit Maulsperre, verschlissene Ringschlüssel oder Vielkantnüsse lassendem Schraubenkopf zuviel Spielraum und verunstalten bei Krafteinwirkung seinen Sechskant.
Gleiches gilt auch bei Verwendung von Werkzeug schlechter Qualität.
Häufig leiden Schraubenköpfe auch unter dem zweckentfremdeten Gebrauch von Werkzeugen (eine Zange ist kein Schraubenschlüsselersatz).
Mit zu großen oder zu kleinen Schraubenziehern wird häufig den Köpfen von Schlitz- und Kreuzschrauben ein vorzeitiges Ende bereitet.

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2.Schritt: Verschmutzte Schraubenköpfe reinigen

Wenn man mit der nötigen Sorgfalt arbeitet und geeignetes Werkzeug verwendet, kann man sich beim Schrauben von vorneherein eine Mänge Ärgen ersparen.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch, bei verschmutzten oder mit Ölschmiere zugesetzten Schrauben vor Ansetzen des Schraubenschlüssels die Köpfe mit einer Drahtbürste zu säubern.
Bei Imbus-, Vielzahn-, Schlitz- und Kreuzschrauben setzen sich die Vertiefungen in den Schraubenköpfen gerne zu.
Mit einem kleinen Schraubenzieher lässt sich der Schmutz raus kratzen, das Werkzeug findet dann wieder optimalen Halt.
Bei gereinigten Schraubenköpfen kann auch das Rostlöser-Spray besser einwirken und die Schraube lösen.


3.Schritt: Rostlöser einsetzen

Ein einfaches und wirkungsvolles Mittel, mit dem Mn Viele festgerostete Schrauben wieder freibekommt, ist der Einsatz von Rostlöser-Spray.
Häufig wird allerdings übersehen, dass die Krichmittel eine gewisse Einwirkzeit benötigen, um den Rost zu lösen.
Um sich also später unnötige Warterei zu ersparen, sollten verrostete Schrauben gleich zu Beginn der Reparaturarbeiten eingesprüht werden.

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Das Loslösmoment der Schrauben

Hat eine Schraube erst einmal ihren „Knackpunkt“ überwunden, gibt es beim Herausschrauben in der Regel keine weiteren Problem.
Doch je fester die Schraube sitzt, destso höher liegt das Loslösemoment.
Der Schraubenkopf muss dabei unter Umständen enorme Kräfte aushalten.
Wirkt die Kraft auf die Schraube langsam und kontinuierlich, liegt ihr Loslösmoment wesentlich höher als bei kurzen, stoßsaften Belastungen.
Festsitzende Schrauben, die durch einfaches Ziehen am Schraubenschlüssel überfordert werden, können durch leichte Schläge des Handballens auf den Schraubenschlüssel schonend gelöst werden.
Bei vielen festsitzenden Schrauben hilft ein wohldosierter Hammerschlag auf den Kopf, um sie zur Bewegung zu „überreden“.
Durch den Schlag setzt sich das Gewinde leicht ab und verliert dadurch etwas von der Spannung, unter der die Schraube steht.
Naturlich wird nicht mit dem Hammer direkt auf die Schraube geschlagen.
Die Gefahr deren Kopf dabei erheblich zu beschädigen, wäre viel zu groß.
Bei Schlitzschrauben muss ein passender Schraubenzieher mit durchgehendem Schaft für diesen Einsatz herhalten.
Bei Sechskant- und Zylinderschrauben dient entweder die passende Nuss oder ein Durchschlag mit entsprechendem Durchmesser als Schlagstück.

Sechskantnuss

Wenn Ring- und Maulschlüssel nicht mehr greifen, können nur noch eine Sechskantnuss oder ein Sechskant-Rohrschlüssel helfen, die Schraube doch noch auf konventionelle Weise zu lösen.
Gegenüber den Zwölfkantnüssen bieten Sechskantnüsse den Schraubenköpfen einen wesentlich besseren Halt.
Schon beim Kauf des Ratschenkasten sollte deshalb darauf geachtet werden, dass zumindest die kleineren Schlüsselweiten darin als Sechskantnüsse ausgeführt sind.

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4.Schritt: Wenn Schraubenschlüssel nicht mehr greifen

Bei Schrauben, die sich trotz der vorangegangenen Bemühungen nicht lösen lassen, muss zu anderen Mitteln gegriffen werden.
Die Wahl richtet sich dabei zum einen nach der Zugänglichkeit der Verschraubung, zum anderen nach der einfachsten und für die befestigten Fahrzeugteile schonendstenWeise, sich dieser Bauteile zu entledigen.
Werden die miteinander verschraubten teile, wie etwa beim Tauschen eines Auspuffs, nicht mehr benötigt, braucht bei der Demontage keinerlei Rücksicht auf die auszutauschenden Teile genommen werden.
Je nach Zugänglichkeit kann die Verschraubung dann mit Säge, Flex oder Meißel getrennt werden.

Mutternsprenger

In allen anderen Fällen sollte immer darauf geachtet werden, dass die Umgebung der Schraube durch die zuletzt beschriebenen Methoden nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei Verschraubungen mit Mttern bieten Mutternsprenger eine schnelle und elegante Problemlösung:
Der Metallring wird über die Mutter geschoben.
Durch die Gewindebohrung im Ring wird der längsstehende Meißel von einer Schraube solang immer tiefer in die Mutter gedrückt, bis sie auseinandersprengt.

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Abmeißeln

Leider ist mit diesem Werkzeug nicht jede Mutter beizukommen.
So muss an unzugänglichen Stellen die Schraubverbindung mit dem Hammer und einem geeigneten Meißel gesprengt werden.
Sitzt die Mutter auf einem Stehbolzen, wird sie wie beim Mutternsprenger in Längsrichtung gesprengt.
Handelt es sich dagegen um eine durchgehende Schraube, kann die Verbindung manchmal auch hinter der Mutter in Querrichtung abgemeißelt werden.

Einsatz des Schweißbrenners

Die größten Probleme können Schrauben bereiten, die in Sacklöchern festsitzen.
Ihren Kopf wegzumeißeln ist nur dann sinnvoll, wenn anschließend, nach Entfernen des Verschraubeten Teils, der Gewindebolzen noch weit genug aus dem Sackloch steht, um ihn mit einer Grip- oder Wassrpumpenzange greifen und herausdrehen zu können.
Oft sind solche Schrauben nur noch durch Erhitzen mit dem Schweißbrenner herauszubekommen.
Einmal rotglühend erhitzt, gibt jede Schraube ihren Wiederstand auf.
Durch die Wärmeasdehnung greifen manchmal sogar die Sechskantnüsse wieder, und die Schraube kann leicht herausgedreht werden.
Greift kein Schlüssel mehr, muss die Schraube mit einer Wasserpumpen- oder Gripzange herausgedreht werden.
Vorsicht: Der Schweißbrenner darf nur dort eingesetzt werden, wo keine Brandgefahr besteht.
In der Nähe von Tank, Benzinleitung oder Vergaser, elektrischen Leitungen sowie brennbaren Bauteilen der Inneneinrichtung muss die Schraube aufgebohrt und anschließend ein neues Gewinde in das Sackloch geschnitten werden.
Das Erhitzen der Schraube mit der Flamme bewirkt im übrigen auch eine chemische Reaktion, nämlich die Reduktion des Rostes.


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